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Buchtipps

Es mutet etwas skurril an. So richtig einordnen in eine Zeit lässt sich die Geschichte nicht.

England 1946: Robert ist mit der Schule fertig und soll wie sein Vater im Kohlebergwerk arbeiten. Er ist klug und sein Vater hat im, eine Ausbildung im Büro vermittelt, die er nach den Sommerferien antreten soll. Robert´s  gibt seiner Sehnsucht nach dem Meer nach und  macht er sich auf den Weg zur Küste.

Nach dem Tod des Vaters erfüllt sich Edith mit dem Erbe von sich und ihrer Schwester Helen ihren Traum und gründet eine Brauerei, die mit viel Arbeit und Ausdauer im ganzen Bundesstaat bekannt wird. Helen geht leer aus sie arbeitet in der Pflege, sie ist sauer auf Ihre Schwester, dass sie ihr das Erbe „weggenommen hat“.

Konrad Steins dementer Vater kommt ins Pflegeheim. Dasselbe Heim, in dem seine Großmutter Lena seinerzeit untergebracht war. Das inspiriert den Filmemacher, sich auf die Spur seiner Großmutter Elena Silber zu begeben. Was ist dran an der Legende des von russischen Konterrevolutionären gepfählten Urgroßvaters? Wie war es, als sie in den 30er Jahren ins deutsche Schlesien kam, mit vier kleinen Töchtern und ohne Deutschkenntnisse?

In "Gästebuch" erkundet die Kanadierin Leanne Shapton die gleichermaßen flirrenden wie verstörenden Ereignisse, die Menschen im Leben heimsuchen können. Heimsuchungen, Gespenster, Vorstellungen spuken durch das illustrierte Gästebuch. Es gibt nur wenige durchgängig erzählte Geschichten. In manchen scheinen Fotos, Zeichnungen, Aquarelle und der Text etwas miteinander zu tun haben, gelegentlich widersprechen sie sich.

Emily kann sehr gut Physik und Mathe. Und Toaster auseinandernehmen und wieder zusammensetzten. Und sie wünscht sich ein Pferd. Um sich das nötige Haus auf dem Land mit Stall und Weide leisten zu können, nimmt sie an einer Quizshow teil – und gewinnt. Es fehlt nur noch das Pferd. Auf der benachbarten Koppel weidet Runa, ein Islandpony, immer ein wenig abseits, immer ein wenig traurig. Emily hat zwar im Umgang mit Menschen Schwierigkeiten, Tiere jedoch versteht sie sehr gut.

Endlich einmal ruhige Weihnachten im kleinen Kreis. So stellen sich das jedenfalls Pauls Eltern vor. Ob das wohl klappt? Oma ist entrüstet und Frida, Pauls kleine Schwester verzweifelt. Behauptet doch die Lehrerin, es gäbe keinen Weihnachtsmann!  Also startet Paul das "Weihnachtsmann-Projekt".

Iris Wolf, die selbst der deutschsprachigen Minderheit in Rumänien entstammt erzählt die Geschichte mehrer Generationen von Banater Schwaben. In wunderschönen Bildern, die Hartes und Weiches vereinen zeichnet sie Figuren in dem, was sie durchmachen. So entsteht ein Roman voll mitreißender Geschichten, der zu den schönsten und feinsten des Jahres gezählt werden kann.

Der Journalist Christoph Biermann begleitet Union Berlin durch eine Bundesliga Saison, die durch die Corona Krise eine besondere Wende nahm. Er gewährt faszinierende Einblicke hinter die Kulissen. Er nahm an Teambesprechungen teil, reiste mit der Nannschaft zu Auswärtsspielen, in`s Trainingslager. Biermann hält alles in der Waage, das Sportliche und das Soziologische, das Relevante und das Kuriose. Wer zum Beispiel je wissen wollte, wie die Profis beides zusammenbringen, einerseits die Überforderung und die Eintönigkeit daneben.

"Es ist zum Heulen, wenn Dinge verschwinden, aber nicht, wenn Arno Camenisch darüber schreibt". So die Neue Zürcher Zeitung. Die Schule wird geschlossen ("Herr Anselm"), die Skisaison ist tot ("Der letzte Schnee"). Jetzt ist der Kiosk dran. Die Margrit und die Rosa-Marie betreiben seit 51 Jahren ihren Kiosk im bünderischen Tavanasa und sind zu einer festen Größe im Dorfalltag geworden. Was in dieser Zeit alles passiert, daran lassen uns die beiden Frauen teilhaben. "Goldene Jahre" ist eine wunderschöne Erzählung voller Humor und Tragik um zwei Frauen und ihr Lebenswerk.