Eine Hommage an das Paris der Existenzialisten

Jean Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Camus, Picasso, Beckett, Juliette Gréco – Philosophen, Künstler, Dichter und Vordenker eines modernen Europas. Wie haben sie im Paris der Kriegs- und Nachkriegszeit ge- und überlebt, wie den „Dornröschenschlaf“ in den die französischen Hauptstadt während der deutschen Besatzungszeit gefallen zu sein schien? Angst vor Verfolgung und Deportation bestimmt das geistige Klima, Hunger und Kälte sind allgegenwärtig. Arrangements mit den Besatzern werden getroffen, um das eigene Leben oder aber wertvolle Kunst zur retten. Eine selten geniereiche Intellektuellen-Gemeinde lebte zu der Zeit am „linken Ufer der Seine“. Treffpunkte wie das legendäre „Café de Flore“ – auch heute noch ein „Literaturcafé“ - oder die Buchhandlung „Shakespeare & Company“ der Amerikanerin Sylvia Beach sind Ankerpunkte des intellektuellen Lebens. Und dann das befreite, aufatmende Paris, bei dem das Denken und die Kunst sich schließlich ungehemmt entfalten.
Mit leichter Hand nimmt uns die ausgesprochen belesene Autorin Agnés Poirier mit in diesen Reigen der wechselnden Beziehungen, des geistigen Aufbruchs und neuer Ideen. Gelungen ist ihr ein ausgesprochen unterhaltsamer und kenntnisreicher Einblick in den inneren intellektuellen Zirkel des Paris der 40-er und 50-er Jahre.

Poirier, Agnès
Klett-Cotta
ISBN/EAN: 9783608964011
25,00 € (inkl. MwSt.)