Lea Söhner liest aus ihrem Roman "Vielleicht im Himmel einmal"
Zwölf Frauen und ein Mann. Ihre Schicksale könnten unterschiedlicher nicht sein und doch entstammen alle derselben Familie. Der mächtige Ehemann, Vater und Großvater Heinrich ist tief vom Pietismus durchdrungen und prägt mit seiner Ausstrahlung jede der Frauen.
Da ist etwa Elfriede, die nach dem achten Kind lieber abtreiben würde. Ihre Tochter Christel wird trotzdem geboren, doch Elfriede kann sie nicht lieben. Christel ihrerseits kann später ihre Tochter Maren nicht annehmen. Gelingt es Maren, das Trauma des ungeliebten Kindes bei ihrer eigenen Tochter zu durchbrechen?
Mit bildhaft-klarer Sprache erzählt Lea Söhner, wie die Frauen um ihren eigenen Weg ringen und das pralle Leben voll Liebe, Schmerz und Schönheit unter dem grauen Teppich eines sinnenfeindlichen Glaubens entdecken.