Faszinierend erzählte Natur-Geschichte

Alles, was man heute von der Stellerschen Seekuh noch finden kann, ist ihr Skelett im Naturhistorischen Museum in Helsinki.

Angefangen hat ihr Ende, als der russische Zar im Jahr 1741 eine Expedition ins Nordmeer schickt, um einen Seeweg nach Amerika zu finden. Mit an Bord ist der deutsche Naturwissenschaftler Georg Wilhelm Steller, der akribisch alles Unbekannte sammelt und aufzeichnet. Als die Expedition in der Beringsee strandet, ist es die riesige, unförmige, träge und wohlschmeckende Seekuh, die die Mannschaft rettet. Steller vergräbt ein Skelett, um es später abzuholen – was er nicht mehr schafft. 

Mehr als 100 Jahre später ist die Seekuh ausgestorben. Das Skelett wird geborgen und später nach Finnland verfrachtet. In den  50-er Jahren schließlich erfährt das Skelett eine neuerliche Restauration für eine große Ausstellung im finnischen Naturkundemuseum in Helsinki, wo es heute noch zu bestaunen ist.

Ein sehr lebendig und faszinierend erzähltes Stück Natur-Geschichte zwischen Fakten und Fiktion.

Sabine Hunzinger